Mein Spiegelbild, ich mag Dich sehr


Eine zweite Person spielt das Spiegelbild. Der Sprecher macht ruhige Bewegungen, das Spiegelbild macht sie nach.

Hallo! Das bist ja Du!
Ich sitze hier im Kaffee. Habe lange eingekauft. Jetzt tun mir die Füße weh. Ich dachte mir, ein leckerer Kaffee wäre jetzt genau das Richtige.
Und jetzt sehe ich Dich. Wie schön. Komm, lass uns ein wenig zusammenrücken.
Gut siehst Du aus. Ein wenig blass vielleicht, aber sonst…….
Ich kenne Dich schon so lange.
Früher warst Du blond, hattest lange Haare und eine Zopf, der mit einer dieser Zopfspangen mit zwei roten Kugeln zusammengehalten wurde. Die, die so aussahen wie Kirschen. Jetzt entdecke ich hier und da graue Strähnen. Und immer wieder mehr Falten.
Ich mag die Falten. Viele davon sind Lachfältchen. Und ich mag Dich! Sehr! Wir haben so Vieles zusammen erlebt.
Meistens bin ich mit Dir sehr gut zurecht gekommen. Ich gebe zu, dass Du mich auch manchmal zur Weissglut gebracht hast und ab und zu hast Du mich auch mehr verwirrt, als mir lieb war.
Aber dann waren wir wieder Eins. Ein super Team.
Manchmal schaue ich Dir morgens in Deine müden Augen, die noch mehr träumen, als wach sind. Schöne Augen! Blaugrau. Dann freue ich mich auf den Tag. Ich weiß, Du bist nie weit weg.
Und manchmal sehe ich Dich auch tagsüber.
Dann grinse ich Dich an….. Und Du grinst zurück.
So, wie jetzt.
Du zwinkerst. Und nickst aufmunternd.
Ok, dann wollen wir mal los. Auf, nach Hause! Vielleicht sehe ich Dich nachher noch….

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